Samstag, 20. Januar 2018

Soxxparade

Die Socken aus dem SoxxBook von Kerstin Balke (a.k.a. Stine & Stitch) machen einfach süchtig, ich kann es nicht anders nennen. Mittlerweile habe ich schon drei Sockenpaare gestrickt und das vierte bereits angeschlagen. Das Paar, das ich heute zeigen möchte, wird vermutlich mein neues Lieblingssockenpaar:



Die Farben sind dieses Mal die aus der Anleitung und so langsam zeichnet sich ein Farbschema ab. Was soll ich sagen, ich liebe Pink und Rosa und Lila und all diese "Mädchenfarben".




Auch bei diesem Paar habe ich mich wieder für die Nachtragsferse entschieden. Sie ist einfach perfekt, um das Muster nicht zu unterbrechen und ich habe keine Löcher im Gestrick (wie mir das einfach jedes Mal bei der Bumerangferse passiert, egal welche Kniffe ich auch anwende, vielleicht sollte ich einfach mehr üben).

Und soll ich Euch ein Geheimnis verraten? Ich habe schon das nächste Paar angeschlagen! Das Wochenende werde ich also mit Wollknäueln und Stricknadeln auf der Couch verbringen. Da es sowieso schneit, aber alles gleich zu Schneematsch wird, kann ich dies ganz ohne schlechtes Gewissen tun.

***Habt alle ein tolles Wochenende, ich hoffe ihr habt auch etwas Zeit, um zu stricken***

Samstag, 13. Januar 2018

Nachtragsferse

Nachdem ich auf Instagram immer wieder was von der sogenannten "afterthoughtheel" gelesen habe, musste ich diese auch einmal ausprobieren:


Zunächste habe ich mich ein bisschen informiert, besonders hilfreich fand ich diese Beschreibung aus dem Lanade-Blog, um mir einen ersten Überblick zu verschaffen. Was allerdings leider fehlte in der Beschreibung waren Zentimeterangaben, wie weit ich nach dem Fersenfaden stricken sollte, bevor ich mit den Spitzenabnahmen beginnen würde. Nach ein wenig weiterem Recherchieren fand ich dann diese doch sehr hilfreiche Sockentabelle. Und dann konnte es auch schon losgehen. Ich habe den Schaft gestrickt und an der Stelle, an der später die Ferse eingefügt werden sollte wurde über zwei Nadeln (die Hälfte der Gesamtmaschenanzahl) ein Kontrastfaden eingestrickt:


Anschließend habe ich den Fuß gestrickt und zwar bis vom Kontrastfaden ausgehend 15,5 cm gestrickt waren. Danach habe ich eine ganz normale Spitze gestrickt. Einen Tipp habe ich aus dem folgenden Video noch (denn die 15,5 cm sind ja nur exemplarisch für meine Spitze und meine Sockengröße 41), dass die Ferse (ich nehme mal an bei Erwachsenensocken) ca. 6 cm lang sind. Ich bin mit dieser Angabe sehr gut hingekommen (damit komme ich dann nämlich auch auf meine üblichen 21,5 cm bis zum Spitzenbeginn = 15,5 cm + 6 cm). Für kleinere oder besonders große Größen (wenn sich also die Maschenanzahl sehr verändert) müssten diese Angaben mit Sicherheit angepasst werden. Mein vorläufiges Ergebnis sah dann so aus und hatte mit einer Socke nur mit viel Fantasie Ähnlichkeit:


Nun müssen die Maschen, die wir vorhin mit dem Kontrastfaden markiert haben wieder zurück auf die Nadeln genommen werden. In meinem Fall sind es oberhalb und unterhalb des Kontrastfadens jeweils 34 Maschen, also 17 Maschen pro Nadel. Es hat sich übrigens als hilfreich erwiesen die Maschen nachzuzählen, damit am Ende nicht eine fehlt und sich das Gestrick auflöst (bei Mustersocken ist es kein Spaß und nur mit viel Flucherei möglich die Masche wieder raufzuholen - woher ich das weiß? Weil ich natürlich erst im Nachhinein nachgezählt habe...). Nachdem die Maschen alle aufgenommen sind, sieht das so aus:


Nachdem sämtliche Sicherungsprüfungen durchlaufen sind, kann nun der Kontrastfaden entfernt werden. Nur Mut, es wird schon klappen. Und wenn anschließend ein großes Loch in eurer Socke klafft, Ähnlichkeit mit diesem hier hat, dann ist der schwierigste Teil auch eigentlich schon erledigt:


Und jetzt strickt ihr im Prinzip einfach noch eine Spitze. Ich habe mich dabei an die Beschreibung aus dem Lanade-Blog gehalten. 1 Runde rechts, 1 Runde mit Abnahmen und diese beiden Runden so oft wiederholt bis ich am Ende nur noch meine gewünschte Anzahl an Fersenmaschen übrig hatte, nämlich oben und unten jeweils 10 Maschen. 


Die 10 Maschen habe ich dann jeweils nur noch auf eine Nadel geschoben, sodass ich die Maschen im Maschenstich verbinden kann und die Ferse damit fertig ist. Wer wie ich nicht ganz so regelmäßig Strickprojekte mit dem Maschenstich abschließt, dem sei dieses Video vielleicht auch eine Hilfe. Danach müssen lediglich noch die Fäden vernäht werden und fertig ist die Socke:


Ich war ja etwas nervös, ob die Berechnungen alle stimmten und, ob mir die Socke am Ende passen würde und was soll ich sagen, sie passt einfach perfekt. Die Vorteile der Nachtragsferse liegen in meinen Augen darin, dass
  • keine linken Maschen gestrickt werden
  • bei Wolle mit Mustern wird das Muster nicht durch die Ferse unterbrochen und läuft einfach ganz normal weiter
  • Strickanfänger können quasi zweimal eine "Spitze" stricken
  • die aufzunehmenden Maschen sind klar ersichtlich durch den Markierungsfaden und müssen nicht wie z.B. bei der Käppchenferse am Rand aufgenommen werden.
Allerdings gibt es, wie ich finde, einen besonderen Nachteil darin, dass die Socken zwischendurch nicht anprobiert werden können, um zu sehen, ob die Socke passt. Und die Sockentabellen geben in der Regel nur die Zentimeter bis zur Spitze inklusive Ferse an, sodass da noch einiges an Eigenarbeit bzw. Herumprobieren nötig ist.

Alles in allem hat mir das Stricken der Nachtragsferse aber super viel Spaß gemacht und ich werde diese sicher noch einige Male stricken, denn die Passform gefällt mir auch sehr gut.

Habt jemand von Euch auch schon mal diese Ferse gestrickt und was meint ihr dazu?